In den letzten Tagen häufen sich bei uns die Anfragen, ob wir die Zugangsdaten für die bei uns gehostete Homepage nicht an die Webdesigner unserer Kunden schicken können. Klar können wir das, gut ist aber was anderes. Daher geben wir in diesem Artikel eine Übersicht, wie unsere Webserver-Kunden und jeder, der Plesk nutzt, seinem Webdesigner oder seiner Agentur eleganter den Zugriff ermöglichen kann.

Sicherer Plesk-Zugriff in 4 Schritten

Es gibt viele Gründe, nicht den Plesk-Admin-Zugang an Dritte weiterzugeben. Mit diesem Zugang gibt man immerhin alle adminstrativen Rechte an seiner Webseite weiter. Mit diesen Rechten kann der Nutzer zum Beispiel alles löschen, weitere Zugänge vergeben und vieles mehr. Es gibt also gute Gründe, diesen Zugang für sich zu behalten und stattdessen wie folgt vorzugehen.

Schritt 1 – Geben Sie Externen lieber den Zugriff auf die Staging-Umgebung

Eine Staging-Umgebung ist eine Kopie der eigenen Webseite, die für die Weiterentwicklung gedacht ist. Hier testet man neue Designs und kann in aller Ruhe entscheiden, ob man diese veröffentlichen möchte oder nicht. Der Zugriff im Browser erfolgt über eine „Subdomain“, zum Beispiel: https://staging.meine-Seite.de.

Schritt 2 – Einen neuen Benutzer für die Staging-Umgebung erstellen

Im zweiten Schritt erstellst du einen Web-Benutzer speziell für die Staging-Seite. Auf der Staging-Seite darf der User sich dann nach Belieben austoben, da sie ja getrennt von der eigenen Homepage ist.

Schritt 3 – Prüfen und veröffentlichen

Wenn der Webdesigner mit seiner Arbeit fertig ist, kann man die Änderungen auf der Staging-Seite in aller Ruhe prüfen. Bist du mit dem Ergebnis zufrieden, kopierst du die Seite wieder in deine „Original-Seite“. Jetzt erst sind die Änderungen online.

Schritt 4 – Webbenutzer löschen

Im letzten Schritt kannst du natürlich den Webbenutzer für deine Agentur wieder löschen. Du kannst ihn aber auch bestehen lassen, falls du dauerhaft mit demselben Designer arbeitest.

Hilfreiche Links aus unserer FAQ:

Hier findest du eine ausführliche Anleitung, wie du mit Plesk eine Webseite kopierst, um eine Staging-Seite zu erstellen:

Wie du mit Plesk einen neuen Web-Benutzer anlegst, haben wir hier schon einmal beschrieben:

Fazit

Das Arbeiten mit Staging-Umgebungen ist aus vielen Gründen sinnvoll. Zum einen muss man den Plesk-Zugang seiner Webseite nicht an Dritte weitergeben! Weitere Vorteile sind, dass man Änderungen in aller Ruhe prüfen kann und zwar auf der gleichen Umgebung wie die, auf der die „echte“ Webseite betrieben wird. Ein letzter Vorteil ist, dass man immer ein aktuelles Backup seiner Seite hat, denn man weiß ja nie. 😉 Bei Webseiten, die ein Content-Management-System wie WordPress nutzen, empfehlen wir, auch die Upgrades erst auf der Staging-Seite vorzunehmen, so kann man testen, ob nach dem Upgrade zum Beispiel noch alle Plugins laufen.

Hast du noch Tipps oder Anmerkungen? Dann freuen wir uns auf deine Kommentare!